In der Lebensmittelverarbeitung ist das Fördersystem nicht nur ein einfaches Transportelement. Es ist ein kritischer Bestandteil der Produktionslinie, der kontinuierlichen Belastungen, häufigen Reinigungszyklen, chemischen Einwirkungen, Temperaturschwankungen und wiederholten mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt ist. In diesem Kontext bedeutet die Auswahl des richtigen Materials für Bänder, Module, Führungen und Zubehörkomponenten, gleichzeitig auf zwei Ebenen zu arbeiten: Prozessleistung und Reduzierung des Kontaminationsrisikos.

Das Problem ist bekannt: Viele Kunststoffkomponenten, die in Lebensmittel-Förderanlagen verwendet werden, können verschleißen, absplittern oder versehentlich brechen. Wenn dies geschieht, sind die entstehenden Fragmente nicht immer durch herkömmliche Kontrollsysteme erfassbar, insbesondere wenn es sich um Standardkunststoffe handelt. Genau aus diesem Grund hat LATI die MDT-Reihe entwickelt, die darauf ausgelegt ist, Kunststoffelemente durch Metalldetektoren und bei einigen Typen auch durch Röntgensysteme nachweisbar zu machen.

Warum Förderbänder ein kritischer Punkt sind

Modulare Bänder, Spiralbänder, flexible Bänder, Becherelevatore und Transportsysteme im Lebensmittelbereich arbeiten unter sehr kritischen Bedingungen. Sie müssen Formstabilität, Verschleißfestigkeit, gute Gleiteigenschaften und Kompatibilität mit den in Reinigungs- und Desinfektionszyklen verwendeten Reinigungsmitteln aufrechterhalten. Gleichzeitig müssen sie zur Sicherheit des Endprodukts beitragen.

Es überrascht daher nicht, dass Unternehmen wie GANAL und Forbo LATI-Lösungen für Förderanwendungen im Lebensmittelbereich gewählt haben, wobei sie gerade die Kombination aus Nachweisbarkeit, Beständigkeit und Betriebszuverlässigkeit schätzen.

Flexible Bänder oder modulare Bänder: Das Material macht den Unterschied

Es gibt nicht nur das eine „detektierbare Material für Förderbänder“. Die Auswahl hängt von der Art der Komponente und dem Produktionsprozess ab.

Für flexible Bänder, Schläuche und extrudierte oder kalandrierte Folien sind Typen auf Polyurethanbasis geeignet, die für die Herstellung von flexiblen Förderbändern und nachweisbaren Schläuchen ausgelegt sind. Für starre Elemente modularer Bänder sind POM-Typen geeignet, die entwickelt wurden, um Steifigkeit, Schlagfestigkeit, chemische Beständigkeit und einen niedrigen Reibungskoeffizienten zu bieten – alles grundlegende Eigenschaften in Lebensmittel-Fördersystemen.

Die wirklich zu bewertenden Eigenschaften

Bei der Auswahl eines nachweisbaren Compounds für Förderbänder in der Lebensmittelindustrie sind mindestens sechs Kriterien zu analysieren:

Nachweisbarkeit

Das Material muss mit dem in der Linie vorhandenen Inspektionssystem kompatibel sein. In vielen Anwendungen, in denen magnetische Detektoren eingesetzt werden, stellt das MDT05-Niveau eine ausgewogene Basis dar; wenn das erforderliche Kontrollniveau steigt oder wenn mit Röntgensystemen gearbeitet wird, kann es erforderlich sein, auf höhere Typen umzusteigen, beispielsweise ab MDT07 aufwärts.

Reibung und Verschleiß

Bei Modulen, Führungen und beweglichen Komponenten muss das Material Verschleiß und Geräuschentwicklung begrenzen und dabei eine gute Gleiteigenschaft über die Zeit aufrechterhalten.

Chemische Beständigkeit

Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Öle und Prozessrückstände erfordern eine gute chemische Beständigkeit, um vorzeitigen Abbau zu vermeiden.

Thermische Stabilität

Kühlräume, warme Umgebungen, Reinigungen und Temperaturschwankungen können die Stabilität des Bauteils und die Lebensdauer beeinträchtigen, wenn das Basispolymer nicht geeignet ist.

Lebensmittelkontakt

Die Konformität des Basisharzes und der verwendeten Additive mit den geltenden Vorschriften ist eine Grundvoraussetzung, kein Plus.

Antistatische Eigenschaften

In einigen Transportanwendungen, insbesondere bei trockenen oder leichten Produkten, kann die Ansammlung elektrostatischer Ladung die Haftung des Produkts an der Oberfläche begünstigen. Aus diesem Grund hat LATI auch antistatische MDT-Typen für Fördersysteme entwickelt.

Der häufigste Fehler: Material nur aufgrund der Nachweisbarkeit auswählen

Die Detektierbarkeit ist von entscheidender Bedeutung, reicht aber allein nicht aus. Ein Material, das zwar leicht zu identifizieren, aber wenig verschleißfest oder nach Reinigungsvorgängen instabil ist, kann selbst zu einem kritischen Punkt werden. Es geht nicht nur darum, „das Fragment für den Detektor sichtbar zu machen“, sondern die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass dieses Fragment überhaupt entsteht.

Das Compound muss für die reale Anwendung ausgewählt werden, unter Berücksichtigung von Geometrie, Prozess, Umgebung und Nachweissystem. Wir von LATI empfehlen ausdrücklich, die Materialien unter realen Betriebsbedingungen zu testen.

Fazit

Für Förderbänder in der Lebensmittelindustrie ist das ideale Material nicht dasjenige mit der höchsten Nachweisbarkeit allein, sondern dasjenige, das das richtige Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Haltbarkeit, Verarbeitbarkeit und Kompatibilität mit der Produktionslinie findet. Hier macht ein korrekt entwickeltes nachweisbares Compound den Unterschied: nicht als einfacher Ersatz für Standardkunststoff, sondern als konkreter Hebel zur Verbesserung von Zuverlässigkeit und Qualitätskontrolle. Möchten Sie das am besten geeignete Material für Module, flexible Bänder oder Förderkomponenten Ihrer Produktionslinie bewerten? Kontaktieren Sie LATI für eine technische Beratung zur Anwendung