Wenn es um detektierbare Kunststoffe geht, ist eine der häufigsten Fragen: Reicht die magnetische Detektierbarkeit aus oder ist es sinnvoller, ein Material zu wählen, das auch mit Röntgenstrahlen detektierbar ist? Die Antwort hängt von der Art der Linie, dem installierten Inspektionssystem, der Form und der Mindestgröße des zu erfassenden Kontaminanten sowie dem von der Anwendung geforderten Sicherheitsniveau ab.
In den letzten Jahren ist das Thema in den Bereichen Food, Pharma und Medizintechnik noch relevanter geworden, wo die Rückverfolgbarkeit von Kunststoffkomponenten und die Fähigkeit, versehentliche Fragmente zu identifizieren, integraler Bestandteil der Qualitätskontrollstrategien geworden sind. Wir von LATI betonen genau diesen Punkt: Die Kontamination durch Kunststofffragmente ist ein konkretes Risiko, und herkömmliche Kunststoffe sind durch Standardkontrollen nicht leicht zu erfassen.
Wie funktioniert die magnetische Detektierbarkeit
Die MDT-Compounds sind entwickelt, um das von Metalldetektoren erzeugte Magnetfeld zu verändern, sodass Kunststoffpartikel identifizierbar werden, die sonst unbemerkt bleiben würden. Dies ermöglicht den Einsatz von Polymermaterialien auch in kritischen Komponenten, wobei eine konkrete Detektionsmöglichkeit im Falle eines versehentlichen Bruchs erhalten bleibt.
Für viele Anwendungen stellt die magnetische Detektierbarkeit bereits ein sehr wirksames Sicherheitsniveau dar, insbesondere wenn die Linie korrekt ausgelegt ist und der Detektor konsistent mit dem Produkt und der Durchlaufgeschwindigkeit eingestellt ist.
Wenn Röntgenstrahlen ins Spiel kommen
In einigen Fällen reicht jedoch der Metalldetektor allein nicht aus. Hier werden Compounds interessant, die doppelte Detektierbarkeit bieten, d. h. mit Metalldetektor und Röntgenstrahlen. Die MDT09-Typen stellen eine Weiterentwicklung der MDT-Technologie genau in diese Richtung dar, dank der Kombination von Füllstoffen, die sowohl die magnetische Antwort als auch die Röntgenopazität begünstigen.
Die MDT-Reihe deckt mehrere Detektierbarkeitsebenen ab: Die Einstiegs-Compounds beginnen bei MDT03-MDT04, MDT05 wird als Standard für viele Anwendungen empfohlen, während ab MDT07 aufwärts die Materialien auch mit Röntgensystemen detektiert werden können.
Der wahre Unterschied liegt nicht nur in der Technologie
Die effektive Detektierbarkeit hängt ab von:
- Partikelgröße
- Dicke
- Form
- Ausrichtung
- Verteilung des Fragments im Produkt
- Empfindlichkeit des Instruments
- reale Bedingungen der Linie
Das vom Kontaminanten erzeugte Signal ändert sich in Abhängigkeit von den geometrischen Eigenschaften des Partikels und den Betriebsbedingungen des Detektors. Deshalb bleibt die Validierung in der Linie immer entscheidend.
Wann eine magnetisch detektierbare Lösung wählen
Eine magnetisch detektierbare Lösung kann richtig sein, wenn:
- die Linie bereits mit gut kalibrierten magnetischen Metalldetektoren ausgestattet ist
- die Mindestgröße des zu erfassenden Kontaminanten mit dem gewählten MDT-Niveau übereinstimmt
- die Komponente ein gutes Gleichgewicht zwischen Kosten, Leistung und Sicherheit erfordert
- keine Kreuzprüfung mit radiografischen Systemen erforderlich ist
Wann der Wechsel zur doppelten Detektierbarkeit sinnvoll ist
Die doppelte Detektierbarkeit wird interessant, wenn:
- das erforderliche Kontrollniveau höher ist
- in sehr sensiblen Lieferketten gearbeitet wird
- falsch-negative Ergebnisse reduziert werden sollen
- die Linie bereits Röntgeninspektion nutzt
- das Reputations- und Rückrufrisiko besonders hoch ist
Fazit
Die richtige Frage lautet nicht „Welches Material ist absolut am besten detektierbar?“, sondern welche Kombination aus Material, Detektor und Anwendung das reale Risiko am besten reduziert. Die Wahl zwischen magnetischer Detektierbarkeit und doppelter Detektierbarkeit sollte unter Berücksichtigung der Anlage, des transportierten Produkts, der kritischen Abmessungen der Verunreinigung und des erforderlichen Sicherheitsniveaus getroffen werden.
Müssen Sie verstehen, ob für Ihre Anwendung die magnetische Detektierbarkeit ausreicht oder auch Röntgenopazität erforderlich ist? Sprechen Sie mit LATI für eine technische Bewertung des am besten geeigneten MDT-Typs.
