In der Lebensmittelindustrie kann selbst ein kleines Kunststoffbauteil eine wichtige Rolle spielen, um sicherere Prozesse zu unterstützen und Kontaminationen zu verhindern. Gleichzeitig müssen Materialien funktionale Leistungsfähigkeit mit Detektierbarkeit verbinden.
Diese Fallstudie beschreibt, wie CEJN, ein schwedisches Unternehmen, das bereits mit LATI zusammengearbeitet hat, einen detektierbaren Stoppball für Schlauchtrommeln für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie entwickelte. Das Projekt erforderte mehr als eine Standard-Materialauswahl, da das Bauteil die Einhaltung der Anforderungen der Lebensmittelindustrie, magnetische und Röntgen-Detektierbarkeit sowie die von einem technischen Bauteil erwartete Performance vereinen musste.
Die Herausforderung: Detektierbarkeit und Performance in einem zuverlässigen Bauteil vereinen
Im Mittelpunkt dieses Projekts steht ein Stoppball für Schlauchtrommeln, die in Umgebungen der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Für CEJN bestand die Herausforderung darin, ein Material zu identifizieren, das für ein neues Spritzgussteil geeignet ist und anspruchsvolle Anforderungen erfüllt. Das Material musste für Umgebungen der Lebensmittelindustrie geeignet, über magnetische und Röntgensysteme detektierbar und in der Lage sein, das richtige Gleichgewicht aus Weichheit, Zähigkeit und funktionaler Zuverlässigkeit zu liefern.
Dadurch wurde das Projekt komplexer als ein konventioneller Austausch eines Kunststoffs gegen einen anderen. Das Ziel erforderte die Formulierung eines völlig neuen Materials, das auf die realen Anforderungen des Bauteils und seines Produktionsprozesses zugeschnitten ist.
Ein Entwicklungsansatz, der sich an der Anwendung orientiert
Im Rahmen der laufenden Entwicklung von MDT-Lösungen für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie erforderte dieses Projekt eine enge Zusammenarbeit zwischen den Teams für Material- und Produktentwicklung.
Die Einführung einer neuen Bauteilgeometrie und spezifischer Werkzeuge bedeutete, dass Materialperformance, Verarbeitungsverhalten und Anforderungen im Endeinsatz bereits in den frühesten Entwicklungsphasen gleichzeitig berücksichtigt werden mussten.
LATI’s Beitrag: ein neues weiches detektierbares compound
LATI unterstützte das Projekt durch die Entwicklung eines neuen flexiblen compound und arbeitete an einer neuen weichen detektierbaren polymeren Matrix, die speziell für die Stoppball-Anwendung formuliert wurde.
Detektierbarkeit war essenziell, ebenso jedoch das Verhalten des Bauteils unter seinen tatsächlichen Einsatzbedingungen, einschließlich Schlagbeanspruchung, Temperatur- und Chemikalieneinwirkung, sowie während des Spritzgießens.
Durch die Entwicklung eines anwendungsspezifischen compound half LATI dabei, einen technischen Bedarf in eine reale Spritzgusslösung zu überführen. Das ausgewählte Material ist eine elastomerbasierte, hoch detektierbare Type: LASTIFLEX MDT09-01.
Fazit
Dieses Projekt unterstreicht die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Materialtechnik und Produktentwicklung bei der Auslegung von Komponenten für anspruchsvolle Umgebungen der Lebensmittelindustrie.
Durch die Kombination von Anwendungskompetenz und kundenspezifischer Materialentwicklung schufen CEJN und LATI eine detektierbare Stoppball-Lösung, die sowohl Sicherheitsanforderungen als auch Anforderungen an die funktionale Performance erfüllt.
Das Ergebnis ist ein zweckoptimiertes Bauteil, das durch ein dediziertes detektierbares Elastomer-compound unterstützt wird, das speziell für die Anwendung entwickelt wurde.
